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Mal kritisch betrachtet...:

Die Teilnehmerzahlen gehen insgesamt zurück, noch viel schlimmner ist aber, dass der Anteil der Läufer in der A-Schiene proportional noch stärker abnimmt.
Man kann sogar befürchten, dass die Leistungsschiene nach und nach auszusterben droht, da kaum Kinder zu sehen sind, die in die Schülerklasse C nachrücken werden.
Das Engagement und die Leistungen der Sportler der B-Schiene sind eindeutig anzuerkennen, nur müssen sich dennoch alle Vereine dringend die Frage stellen, ob sie nur noch, bzw. überwiegend an kurzfristigen und in teilen fragwürdigen "Erfolgen" interessiert sind.
Benötigt werden alle Sportler, zumal an dem Prinzip, dass die Breite die Spitze trägt nicht zu rütteln ist. Es scheint aber überwiegend nur noch Breite zu geben, selbst dies allerdings in abnehmender Menge.
Es scheint, als sei man sich nicht darüber im Klaren, dass unsere Sportart, die nunmal eine Randsportart ist, am Ende nur dann überleben wird, wenn wir mit herausragenden Leistungen auf uns aufmerksam machen.
Die öffentlichen Haushalte unterliegen immer härteren Sparzwängen, hinzu kommt, dass die Sportförderung lediglich zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen zählt, also muß man umso kräftiger und deutlicher mit Leistung auf sich aufmerksam machen, um künftig noch berücksichtigt zu werden.
Sei es bei allgemeinen Zuschüssen und / oder besonders auch bei der Sportstättenunterhaltung, bzw. -Erhaltung, ohne diese Gelder ist Rollkunstlaufen nicht machbar.
Spitzenleistungen waren und sind es bis heute, die dafür gesorgt haben, dass man z.B. in Bremerhaven die Bedingungen vorfindet wie sie heute sind. Andernfalls wären viele Weichenstellungen in den letzten 5 Jahren so nicht geschehen.
Alle die sich auf dem Erreichten (dem eigenen und dem anderer) ausruhen laufen Gefahr, sich und ihren Sport kontinuirlich zu Grabe zu tragen, so schön sich manche "Erfolge" auch anfühlen.
Die Entscheidung, eine Laufbahn in der A-Schiene anzustreben ist abhängig von vielen Faktoren: Einstiegsalter, finanzieller Hintergrund, unbedingter Wille seitens des Läufers, der Familie und des Trainers, Talent, körperliche Voraussetzungen, Traingsbedingungen u.v.m.
Es ist schwer, und häufig ein sehr langer Weg nach dem Prinzip ein Schritt zurück, zwei vor, usw.
Am Ende müssen alle bemüht sein, diesen Weg anzustreben, sollte dies dann nicht gelingen, gibt es die B-Schiene. Mit dieser Herangehensweise bleiben am Ende sicherlich für beide Bereiche mehr Sportler übrig als es derzeit der Fall ist. Die Herangehensweise muß dringend professioneller werden, ein erster Schritt hierzu ist Verständnis für diese Zeilen aufzubringen!

Alexander Hoßfeld

Rollkunstläufer ermitteln Landestitel in Bremen

Am vergangenen Wochenende fand auf der Rollsportanlage an der Pauliner Marsch in Bremen die Landesmeisterschaft im Rollkunstlaufen statt. Glücklicherweise war es ein schöner Sommersonnentag und dementsprechend entspannt, war dann auch die Stimmung der Anwesenden. Im Vorfeld musste zwar noch einiges Umorganisiert werden, weil zwei Wertungsrichter kurzfristig ausgefallen sind (Andreas, Du hast ab sofort SPORTVERBOT!!!), aber die befürchtete Verspätung hielt sich in Grenzen und letzten Endes war alles ziemlich pünktlich. 
Für die einen war die Landesmeisterschaft der aufregende Saisonhöhepunkt und für die anderen ein weiterer Test- bzw. Qualifikationslauf für die kommenden Aufgaben  wie den Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften im Juli und August diesen Jahres. Für die Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften in vier Wochen haben sich qualifiziert: Sarah Kristin Behlen, Daniel Domaschke, Cheyenne Carpene, Merle Meyer und Genia Kaireit.
In der Klasse Freiläufer Mädchen 1 liefen für den ERC neben Gwendolin Jahn, die nach einer langen Pause Ende letzen Jahres wieder mit dem Rollkunstlaufen begonnen hat, gleich drei Debütantinnen: Esther Callenius, Larissa Dierks und Juliana Bazan nahmen an Ihrer ersten Landesmeisterschaft teil. Alle drei haben erst vor kurzem mit der Disziplin Pflichtlaufen angefangen und Larissa hat erst Anfang des Jahres überhaupt mit dem Rollkunstlaufen begonnen. Eigentlich würden alle drei auch noch eine Klasse tiefer starten, aber um auf der Landesmeisterschaft dabei sein zu können, wurden noch kurzfristig die Küren verlängert und umgebaut. Umso aufgeregter waren alle. In der Pflicht belegte Gwendolin Platz 4, Esther Platz 5, Juliana Platz 6 und Larissa Platz 7. Vor der Kür waren alle nervös, allen voran Esther, die vor kur vor der Kür noch erklärte, dass sie jetzt noch gar nicht für die Kür bereit sei. Aber da gab es natürlich kein Pardon. Alle vier zeigten aber trotzdem eine gute Leistung. Bei den Startnummern gab es eine kleine Verwechslung. Wir dachten Juliana sei dran, aufgerufen wurde aber Gwendolin. Beide Mädchen liefen auf die Bahn, aber die kleine Juliana musste wieder runter und noch ein bisschen warten. Ärgerlich für Gwendolin war, dass sie leider bei der Einfußpirouette auf dem Hosenboden landete. Das kostete sie ein paar Zehntel und sie wurde 5. in der Kür. Es folgte Larissa mit Platz 6, Esther mit Platz 7. und Juliana mit Platz 8. In der Kombinationswertung verpasst Gwendolin Jahn das Treppchen und wurde 4. Esther Callenius, Juliana Bazan und Larissa Dierks belegten Platz 5, 6 und 8. Alle Mädchen haben sich prima geschlagen. 
Bei den Freiläufer Mädchen 2 ging Ann Kathrin Kück an den Start. Als „alter Hase“ in dieser Klasse holte sie sich in der Pflicht die Goldmedaille. Die Kür lief leider nicht ganz so glatt. Zweimal ging die Einfußpirouette in die Hose. Zwar wiederholte sie diese noch mal am Schluss aber am Ende musste sie sich mit Silber begnügen. In der Gesamtwertung reichte es für Ann Kathrin dann allerdings trotzdem für die Goldmedaille. 
In der Gruppe Kunstläufer Mädchen startete Lena Lenz in der Pflicht. Leider unterlief ihr die eine oder andere Unsicherheit und sie musste mit dem 5. Platz zufrieden sein.
Alicia Sieben versuchte sich bei den Nachwuchsklasse Damen in der Pflicht. Sie selber war zwar nicht ganz mit sich zufrieden aber immerhin reichte ihre Leistung für die Silbermedaille. In der Kür startete sie bei den Kunstläufer Mädchen. Hier fing sie erst gut an, verpatzte dann aber das eine oder andere Element. Trotzdem reichte es mit Rang 3 noch für einen Platz auf dem Treppchen. 
Insa und Mareike Kappelmann gingen bei der Pflicht in der Klasse Cup Damen an den Start. Beim Einlaufen sah noch alles gut aus, jedoch machte die Nervosität beiden beim Vorlaufen zu schaffen und es gab den einen oder anderen Wackler. So reichte es dann nur zu Platz 4 und 5. Bei der Kür in der Klasse Nachwuchs Damen zeigten sich beide bei den schwierigen Elementen verbessert. Schade war es um die Pirouetten und den vermeintlich einfachen Elementen. Da gab es dann einigen Punktabzug für und sie mussten Ihre Konkurrentin vorbeiziehen lassen. Am Ende erlief sich Insa die Silbermedaille vor Ihrer Schwester Mareike, die Bronze gewann. 
Weiter ging es mit den Schüler C Mädchen. Hier zeigte Sarah Kristin Behlen in der Pflicht ihr Können und gewann die Goldmedaille. Sie hatte am Wettkampftag Geburtstag und vergaß dann leider nach einem guten Auftakt vor lauter Aufregung den Rest Ihrer Kür. Sie musste sich daher mit dem dritten Platz in der Kür zufrieden geben. Da flossen natürlich einige Tränen. Ohne den kleinen Aussetzer wäre sie mit Sicherheit Zweite geworden. Allerdings wäre in der Kür kein Vorbeikommen an der Bremerin Melanie Sotskov gewesen, die mit sauberen Doppelsprüngen und einer mitreißenden Kür so oder so nicht zu schlagen gewesen wäre und ganz klar die Kür für sich entschied. In der Kombination belegte Sarah dann Platz 2.
Bei den Schüler B Jungen lief Daniel Domaschke im Alleingang und wurde dreimal Erster. Für ihn galt es Wettkampferfahrung für die kommenden Meisterschaften zu sammeln. Aber auch ohne Konkurrenz können die Nerven blank liegen. Bei der Kurzkür hatte auch er einen Aussetzer und vergaß, was er eigentlich laufen sollte. Das machte er dann allerdings in der Kür wieder wett. 
In der Schülerklasse A Mädchen ging Cheyenne Carpene in der Pflicht an den Start. Nach einer mehrmonatigen Verletzungspause hatte sie die Rollschuhe gerade erst wieder seit ein paar Tagen an den Füßen. Um die Saison nicht ganz ad acta legen zu müssen, startete sie trotzdem, um sich für die weiteren Meisterschaften zu qualifizieren. Sie wurde in Ihrer Klasse 2.
Merle Meyer und Genia Kaireit starteten in der Jugendklasse Damen. In der Pflicht hatte Genia ganz klar die Nase vorn (auch wenn sie das zwischenzeitlich selber nicht so gesehen hat:-)))) und siegte vor Ihrer Vereinskameradin Merle und der Bremerin Jennifer Poppe. 
Bei den Kürwettbewerben war dann das psychologische Geschick des Trainergespanns sehr gefragt. Zunächst war die Kurzkür dran. Genia, die sich aufgrund von Lungenproblemen ohnehin nicht besonders gut vorbereitet fühlte, erwischte einen rabenschwarzen Tag, an dem auch wirklich gar nichts klappen wollte, verstärkt durch ein kleines Malheur. Die Kurzkür von Merle war eigentlich ganz gut, bis auf den Ausrutscher beim Doppellutz, der nach der Kurzkür zu einem kleinen hysterischen Anfall führte. Leidtragender war Alexander, der sich anhören durfte, dass es seine Schuld sei, weil sie gleich gewusst habe, dass der Lutz nur klappt wenn sie langsamer laufen würde, er aber auf mehr Tempo bestanden hätte. Da kann man nur eins zu sagen: Schön, wenn die Pubertät dann irgendwann wieder vorbei ist:-))))) 
In der Kür musste Genia dann als erste ran. Beim Einlaufen zeichnete sich hier schon die nächste Katastrophe ab, weil sie sich bei den diversen Stürzen auch noch weh getan hatte. Aber als Sportlerin ist man hart in Nehmen und Aufgeben gilt nicht, also Augen zu und durch. So ähnlich sah die Kür auch aus, aber sie hat sich immerhin durchgekämpft. Als zweite war dann Merle an der Reihe. Ihr gelang wesentlich mehr und sie zeigte in der Kür eine solide Leistung. Damit zog Merle deutlich an Genia vorbei. Ihre Bremer Konkurrentin Jennifer Poppe kam zwar nicht ganz fehlerfrei durch ihre Kür, jedoch war die Ausführung Ihrer Elemente wesentlich sauberer und so holte sich Jennifer in der Kür die Goldmedaille vor Merle und Genia. 
In der Kombinationswertung sah das Ergebnis dann genauso aus. Jennifer Poppe belegte Platz 1, Merle Meyer Platz 2 und Genia Kaireit Platz 3.
Alles in allem, war das nicht der Tag der ERC Sportler. Aber allen Teilnehmer, die jetzt vielleicht mit ihrem Schicksal hadern, kann ich nur sagen: Uns ging´s früher auch nicht anders. Es gibt so Tage, da klappt einfach gar nichts. Da bleibt nur eins: Den Tag unter dem Punkt „Erfahrung“ abhaken!!!

In diesem Sinne, seid weiterhin schön fleißig und viel Spaß beim Training für die NDM und DM!!!

Pamela Hoßfeld 


20.02.                Deutsche Meisterschaft Show Haldensleben

10.04.                Klassenlaufprüfungen  Bremen

23.04. - 25.04.    Lehrgang Bremerhaven

01.05. - 02.05.    Weserpokal Bremerhaven

06.05. - 08.05.    Europameisterschaft Show Nantes / F

08.05.                Bremen 1860 Pokal Bremen

12.05. - 14.05.    Int. Deutschland-Pokal Freiburg

05.06.                Landesmeisterschaften Bremen

20.06.                Vereinsmeisterschaft

01.07. - 04.07.    Norddeutsche Meisterschaft Güstrow 

27.07. - 01.08.    DM Ober-Ramstadt

31.08. - 04.09.    Cadetten- und Jugend EM

11.09.                Stadtmusikantenpokal Bremen

17.09. - 19.09.    Lehrgang Bremerhaven (evtl)

24.11. - 04.12.    Weltmeisterschaften

10. & 11.12.        Weihnachtsmusical in der Stadthalle

-Änderungen vorbehalten-

 
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